The Storie so far

Im ersten Teil der Origami Weisheiten, Schattentheater, flieht die Anthropologin Barbara über die sächsische Schweiz vor der Gestapo, nachdem sie eine Schriftrolle aus der Nationalbibliothek gestohlen hat.

Zwei Rote Bergsteiger, der Lehrer Erhardt und sein gehörloser Freund Gregor, versuchen sie über das Labyrinth des Sandsteingebirges aus Deutschland zu schleusen. Dabei kreuzen sie den Weg von Partisanen und geraten damit in die Schusslinie der Wehrmacht.

Ein unerfahrener Trupp Rekruten unter der Führung des idealistischen Obergefreiten Huber ist ihnen auf den Fersen und sinnt auf Rache.

Doch in dem Grimoire schlummern ganz andere Gefahren für Barbara.

Häufig gestellte Fragen

Im Ersten Teil kommt wenig übernatürliches vor. bleibt das so?

Der Prolog geizt nicht mit okkulten und magischen Elementen. Sie bilden einen zentralen Teil der Geschichte, aber mit Pew-Pew-Magic und „channel fireball“ darf man nicht rechnen 😉

Ich lese nicht gerne Kriegsgeschichten.

Frontgeschehen, Panzerstories und Schützengraben überlass ich Büchern wie „Im Westen nichts Neues“.

Die einzelnen Geschichten entwickeln sich im Schatten des zweiten Weltkriegs. Ich finde den Moment in der Geschichte spannend, da er viele Dilemma für die Charaktere bereithält.

Philosophie klingt trocken?

Body-Builder-Götter mit Schleuderblitzen (Hallo Thor!) können unterhaltsam sein, aber es befriedigt auf einer sehr oberflächlichen Ebene. Tiefer zu gehen, nach ihrer mystischen Essenz zu suchen find ich sexy.

Wann wird der 2. Teil fertig?

Ich peile den Advent 2026 an, vielleicht auch früher. Spätestens Anfang 2027.

OW2 – Prolog

Der lauernde Blick der Dämonin rollte wie lautloser Donner über die spröde, aufgerissene Ebene, verfing sich nur ab und an aus zärtlicher Verbundenheit in den klaffenden Schattenbuchten – der einzigen Dunkelheit, die der immerhellen Wüste mit ihren goldenen Dünen vergönnt war.

“Ich war mir nicht sicher, ob ich dich nicht um den Verstand gebracht habe“, sagte Naamah, ohne die Worte nach ihrer üblichen Melodie tanzen zu lassen.

Es kam bloß träges Federrascheln zurück, womit sie gut leben konnte. So berauschend ihr Liebesspiel auch war, blieb ihr exotischer Besucher ansonsten ein stammelnder Idiot. Wenigstens war ihm dieser Makel schnell bewusst geworden und so beschränkte er sich darauf, nur das Allernötigste zu sagen.

Als Morpheus schließlich antwortete, hielt er die Augen geschlossen, um sich die unverhohlene Abscheu in ihren Zügen zu ersparen.

“Ort-des-Ursprungs Weg suchen.”

“Falls das heißen soll”, mutmaßte Naamah, “dass du vorhast, meine bescheidene Sukkāh zu verlassen, solltest du dir überlegen, ob du vor oder nach Mikaels Patrouille aufbrechen willst.”

Ihr Zelt bescheiden zu nennen, war eine beinah frevelhafte Untertreibung. Vielmehr beschlich einen der Eindruck das Innere einer Wunderlampe zu betreten. Was die Außenwände aus schwarzem Ziegenfell an Licht passieren ließen, fingen golddurchwirkte Stoffbahnen auf, um die grellen Eindringlinge in warmes Leuchten zu verwandeln. Überall fanden sich rätselhafte Zeichen kunstvoll eingearbeitet. Besonders deutlich traten sie an den rötlichen Pfosten aus Akazienholz hervor. Und dazu entführte ein beständiger Nebel aus Räucherwerk die Eintretenden aus der kargen Landschaft in eine Oase der Sinnlichkeit.

Da lieg ich nun fast nackt in den Armen dieses Fremdlings und muss bangen, ob seine wunderlichen Rituale mir nicht zum Verhängnis werden.

Als er seine faszinierenden Augen direkt vor ihre brachte, biss sie sich gespannt auf die Unterlippe.

“Fang an.”

Aber warte? Wo sind Barbara, gregor, Huber und die anderen?

Der Boden ist schief. Oder doch gerade. Nein, er kippt. Festhalten. Ah! Heiß! Woah. Endlich liegen… Nein! Swatelski, Mettner. Augen auf. Zieh dich hoch. Ah, heiß, verdammter Trottel. Leg dich hin, nur kurz. Einfach liegen. Schwarz, alles Schwarz. Wer pfeift da? Ständig dieses Pfeifen. Wach auf! Ist das ein Engel? Lingenkamp? Lingenkamp! Hilft nicht, das Schwein! Lässt uns im Stich! Scheiß auf ihn. Los, los! Wo sind die Leichen? Dreckige Schweine, wo? Verdammt… Du kotzt jetzt nicht! Du kotzt bestimmt… 

Wäh, wäh. Stefan, warte auf Hilfe! Nichts da, sie entkommen. Mörder! Hunde! Hört mit dem verhurten Pfeifen auf! Glas? Hier? Mit unseren eigenen Minen. Zum Totlachen. Da, Spuren im Sand! Wohin? Unmöglich, durch diesen Riss? Nach! Bei deiner Ehre! Ah, so eine Sau! Ein wenig mehr… Au! Ja, durch! Ah! So weich im Sand. Nein auf! So weich… Du musst… rasten. Kurz rasten. Nur… weich…

Huber war lange genug bewusstlos gewesen, dass die blutenden Fingerkuppen im Sand eingetrocknet und verkrustet waren, ebenso wie das meiste Erbrochene. Aber Kleinigkeiten wie abgerissene Nägel scherten ihn wenig. Irgendein Dämon trieb ohne Unterlass glühende Nägel in seinen Schädel, ganz zu schweigen von dem endlosen Pfeifen, das ihn um den Verstand brachte. Wenigstens hatte er in der stockfinsteren Höhle bald einen schmalen Pfad gefunden, den die Kriminellen zur Flucht genutzt haben mussten.


© 2026 Philip Kastinger. Alle Rechte vorbehalten. Auszug aus einem unveröffentlichten Werk. Keine Vervielfältigung oder Weiterverwendung ohne ausdrückliche Genehmigung.

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